FAMILIENUNTERNEHMEN – EIN BESONDERER TYP VON ORGANISATION

Familien­unter­neh­men unterscheiden sich von anderen Or­ga­ni­sa­tionen – so wie sich Un­ter­neh­mer­familien ebenfalls von anderen Familien differenzieren: Es ist nicht nur ein Un­ter­nehmen zu managen, sondern immer zugleich eine Familie und ein Ge­sell­schafter­kreis, drei sehr ver­schie­de­ne Sys­te­me, die sich kon­ti­nu­ier­lich ent­wickeln und mit ihnen wächst ihre Kom­plex­ität. So ist das Manage­ment damit kon­frontiert, drei kom­plexe, wachsende Systeme aus­zu­ba­lan­cieren und ihre Be­dürfnis­lagen aneinander an­zu­gleichen.

Die besondere Herausforderung besteht darin, dass die unterschiedlichen Logiken von Familie, Unternehmen und Ge­sell­schaf­ter­kreis die Be­teiligten speziellen An­for­der­ungen aus­setzen. Viel­fach wird dies Di­lem­ma von Führungs­kräften dann als Pa­ra­do­xie er­lebt.

Drei zu vereinende Systeme mit unterschiedlichen Logiken

System Familie

System Unternehmen

System Gesellschafter

Ressource und Belastung – besondere Herausforderungen in Familienunternehmen

Über 90 % der Unternehmen in unserem Land können als Familienunternehmen bezeichnet werden und gelten als „Rückgrat der deutschen Wirtschaft“. Sie gelten als Garanten einer realwirtschaftlichen Orientierung, die den Blick auf die Menschen nicht verlernt hat, die Mitarbeiterorientierung und Standorttreue mit hoher Leistungsfähigkeit und modernen Formen des Managements verbinden kann – Familienunternehmen sind „das menschliche Gesicht der Wirtschaft“.

Zugleich unterscheiden Familienunternehmen sich von anderen Organisationen – so wie sich Unternehmerfamilien ebenfalls von anderen Familien differenzieren: Es ist nicht nur ein Unternehmen zu managen, sondern immer zugleich eine Familie und ein Gesellschafterkreis, drei sehr verschiedene Systeme, die sich kontinuierlich entwickeln und mit ihnen wächst ihre Komplexität – eine Eigentümerfamilie mit vier Mitgliedern ist leichter zu überschauen als ein Gesellschafterkreis von 35 Mitgliedern oder gar von 120 oder mehr. So ist das Management damit konfrontiert, drei komplexe, wachsende Systeme auszubalancieren und ihre Bedürfnislagen aneinander anzugleichen. Gelingt dies verzeichnet diese Unternehmensform enorme Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen, Eigentümerfamilie und Unternehmen entwickeln sich gemeinsam konstruktiv weiter.

Paradoxien in Familienunternehmen

Quelle: In Anlehnung an Gersick et al. 1997, 6f.

Lösungsportfolio für Familienunternehmen

Wir ver­fü­gen über jahr­zehn­te­lange Er­fahr­ungen in der Be­glei­tung von Fa­mi­li­en­­un­ter­­nehm­en, die vor be­­deu­ten­den Über­gängen stehen.

Unsere Kom­pe­ten­zen er­mög­lichen es uns, in Ko­operation mit unseren Kun­den um die be­son­deren Kon­fliktl­agen eines Familien­unter­nehmens herum neue Struk­­tu­ren und Or­ga­ni­sa­tions­routinen zu er­ar­bei­ten, die damit ver­bun­denen funktionalen Heraus­forderungen zu kon­kre­ti­sie­ren und diese in An­forderungs­profile für Schlüssel­spieler um­zu­setzen.

Auswahl &
Qualifikation

Entscheidungs­-
fähigkeit

Family
Governance

Gesellschafter­-
qualifikation

Übergangs-
prozesse