SMART-DECISION-Culture: Der Komplexität mit klugen Entscheidungen begegnen

In einer unsicheren und komplexen Welt zu klugen organisationalen Entscheidungen zu kommen, ist eine Herausforderung. Doch auch unter diesen volatilen Rahmenbedingungen wird genau das den Führungskräften aller Hierarchieebenen in Organisationen tagtäglich abverlangt.

Unser Konzept der SMART-DECISION-Culture unterstützt Sie dabei, Ihre Organisation fit für die Zukunft zu machen – denn um erfolgreich die aktuellen Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können, ist ein Umdenken bei Führungskräften und Organisationsentwicklern erforderlich. Das Smart-Decision-Culture-Konzept befähigt Ihre Organisation und Ihre Führungskräfte dazu, Entscheidungsprozesse so zu gestalten, dass alle relevanten Informationen, die innerhalb und außerhalb der Organisation zur Verfügung stehen, einbezogen werden.

Dabei stützen wir uns auf Erkenntnisse der neueren Systemtheorie sowie das aktuelle Wissen der Neurowissenschaft.

SMART-DECISION-Culture (SDC)

Organisationen und Entscheidungen

Ausgangspunkt des SMART-DECISION-Culture-Konzepts ist das Organisationsverständnis der Neueren Systemtheorie. Organisationen werden als komplexe Sozialsysteme verstanden, die auf Kommunikation basieren. Das wichtigste kommunikative Ereignis ist dabei die Entscheidung – eine Organisation existiert nur solange, wie sie Entscheidungen trifft. Ist dies irgendwann nicht mehr der Fall, verschwindet die Organisation von der Bildfläche. Systemtheoretisch sprechen wir jedoch nur dann von Entscheidungen, wenn nach einem Beschluss auch darauf bezogene Folgeentscheidungen getroffen werden.

Systemintelligenz nutzen

Die Art und Weise, wie Entscheidungen getroffen werden, ist daher von großer Relevanz. Markus Peterhänsel konkretisiert dies im Interview zur Systemintelligenz.

Soll das Wissen von Führungskräften und Mitarbeitern in Entscheidungsprozessen Berücksichtigung finden, müssen die Regeln und Strukturen so angepasst werden, dass es in den Prozess eingespeist werden kann. Geschieht das nicht, existiert das Wissen zwar innerhalb des Systems, gelangt aber nicht an die richtigen Stellen und bleibt somit für die Organisation ohne Nutzen.

Unternehmenskultur beeinflusst Verhalten und Entscheidungsfindung

Neben diesen Regeln bzw. Strukturen verfügen Organisationen auch über ein Eigenleben, das sich in inoffiziellen Erwartungen und Verhaltensmustern manifestiert. Werden diese kollektiven Erwartungen (auch) von Führungskräften nicht erfüllt, kann die Organisation sehr heftig darauf reagieren.  Der Ursprung dieser Reaktionen ist die Unternehmenskultur. Diese nimmt oft ungewollt und unbewusst massiv Einfluss auf die Art und Weise, wie Entscheidungen in Organisationen zustande kommen – oft auch mit dem Ergebnis, dass keine klugen Entscheidungen getroffen werden (können). Aufgrund dieses enormen Einflusses greift das Smart-Decision-Culture-Konzept die Unternehmenskultur ganz bewusst auf und bezieht diese in den Prozess mit ein.

Personen und Entscheidungen

Neuronale Netze

Treffen Menschen Entscheidungen, werden dabei die neuronalen Netze im menschlichen Gehirn aktiv. Die aktuelle Neurowissenschaft sieht das menschliche Gehirn als ein dynamisches, selbstorganisiertes Super-System, welches aus einer Vielzahl von Neuronen (Nervenzellen) besteht, die über synaptische Verbindungen netzwerkartig miteinander verknüpft sind. Unsere neuronalen Netze nehmen auf unser psychisches Geschehen massiv Einfluss: auf unsere Wahrnehmungsbereitschaft, Handlungsbereitschaft, Emotionsbereitschaft und Motivation.

Werden bestimmte neuronale Netze häufig aktiviert, also z. B. bestimmte Denk- oder Verhaltensmuster häufig wiederholt, verstärken sich diese Netze im Laufe des Lebens und werden zunehmend zu eingefahrenen Bahnen – diese Muster laufen also irgendwann automatisiert und unbewusst ab. Umgekehrt verhält es sich genauso: Nutzt man ein Netzwerk nicht mehr, baut es sich langsam ab und das entsprechende Verhalten wird immer seltener gezeigt.

Beim Lernen werden neue neuronale Netze nach demselben Prinzip auf- bzw. abgebaut. Das Smart-Decision-Culture-Konzept nutzt das Gehirn als ein ressourcen- und lösungsorientiertes Organ, baut auf aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen auf und unterstützt in diesem Sinne den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung für Führungskräfte und Führungsnachwuchskräfte im Hinblick auf die anstehenden Aufgabenstellungen.

Affektives Bewertungssystem

Das Gehirn hält eine Bewertungsfunktion inne und identifiziert Verhaltensweisen, die dem psychobiologischen Wohlbefinden schaden oder nutzen können. Man unterscheidet zwischen kognitiven und affektiven Bewertungssystemen.

Das affektive Bewertungssystem nutzt sogenannte somatische Marker – das sind Gefühle und Körperempfindungen, die bezogen auf erlebte Situationen und damit verbundene Objekte im emotionalen Erfahrungsgedächtnis abgespeichert wurden. Mithilfe dieser somatischen Marker kann das Gehirn innerhalb von Millisekunden entscheiden, ob etwas „gut“ oder „schlecht“ ist, und löst ein entsprechendes Gefühl bzw. eine Körperempfindung aus.

Im Rahmen des Smart-Decision-Culture-Konzepts nutzen wir zum Aufbau neuronaler Netze insbesondere die positiven somatischen Marker, welche mit positiven, affektiven Reaktionen und wohltuenden Körperreaktionen verbunden sind. Damit werden Ressourcen, die der Führungskraft bereits zur Verfügung stehen, nutzbar gemacht, um basierend auf einer selbstbestimmten Haltung adäquate Verhaltensweisen zu entwickeln.

Die Psyche im Entscheidungsprozess

Wie bereits ausgeführt liefert uns die moderne Hirnforschung Erkenntnisse darüber, was sich im Kopf einer Person abspielt, wenn eine Entscheidung zu treffen ist. Die Basis von Entscheidungen ist eine abgeschlossene Bewertung. Das Gehirn hat dabei zwei Möglichkeiten, Sachverhalte zu bewerten:

  1. Es nutzt den Verstand (kognitives Bewertungssystem) oder
  2. Das emotionale Erfahrungsgedächtnis (affektives Bewertungssystem).

Diese beiden Bewertungssysteme sind jedoch grundverschieden:

Während der Verstand langsam und gründlich arbeitet und dabei den Gesetzen von Logik und Rationalität folgt, reagiert das emotionale Erfahrungsgedächtnis wie oben beschrieben vergleichsweise schnell – allerdings nur mit diffusen Gefühlen, die nicht immer in Worte zu fassen sind. Im Idealfall stimmen der Verstand und das emotionale Erfahrungsgedächtnis überein.

Eine kluge Entscheidung entsteht dann, wenn Verstand, Erfahrung und Emotionen ausbalanciert beteiligt werden – dieser Aspekt findet im Rahmen des Smart-Decision-Culture-Konzepts besondere Berücksichtigung.

Team und Entscheidung

Ein gutes Zusammenspiel im Management wird heute immer wichtiger für den Unternehmenserfolg. Die Komplexität der zu lösenden Aufgabenstellungen erfordert es, Arbeits- und Entscheidungsteams in Organisationen zu installieren, um tragfähige Entscheidungen herbeizuführen. Die Qualität von Entscheidungen wird dabei an zwei Beobachtungspunkten deutlich:

  • Wurde eine kluge Entscheidung getroffen, in die alle zur Verfügung stehenden Informationen, Meinungen und Hypothesen eingeflossen sind?
  • Wird die Entscheidung im Unternehmen mitgetragen und werden im Sinne der Erstentscheidung entsprechende Folgeentscheidungen getroffen? (Sprich: Wurden die Beschlüsse umgesetzt und ziehen sie weitere Entscheidungsnotwendigkeiten nach sich oder sind die Beschlüsse versandet und vergessen?)

Aufgrund der heutigen Komplexität treten in Entscheidungsprozessen immer häufiger Zielkonflikte und Paradoxien auf, die Einzelpersonen kaum noch allein bewältigen können. Dazu kommen in den meisten Fällen auch noch widersprüchliche Meinungen und Interessen, die aufeinanderstoßen.

Die Voraussetzung für gute Entscheidungen ist es dann, diese unterschiedlichen Sichtweisen auszuwerten und trotz aller Meinungsverschiedenheiten und Interessen eine tragfähige Entscheidung zu finden – um so die Chance zu erhöhen, dass es nach der Entscheidung in der Organisation zu entsprechenden Folgeentscheidungen kommt und man damit von einer Umsetzung der Entscheidung sprechen kann.

Dieser Prozess ist kein Selbstgänger, sondern bedarf passender Strukturen, Prozesse, Konventionen, Rollenklärungen und eines Kommunikationsverhaltens, welches durch all die Balance zwischen Schub- und Zug-Stilen geprägt wird – all diese Aspekte werden mit dem Smart-Decision-Culture-Konzept wirkungsvoll bearbeitet.

Broschüre zur SMART-DECISION-Culture herunterladen

Entscheidungen

Kostenlos Broschüre zur SMART-DECISION-Culture herunterladen

 

Laden Sie die Broschüre zu unserem SMART-DECISION-Culture Konzept herunter und Erfahren Sie mehr zum theoretischen Hintergrund, zum Konzept sowie zu dessen Implementierung.




    Unsere Berater für Sie

    Robert A. Sedlák

    Guest Prof.
    Robert A. Sedlák

    Kim Pfeffer

    Kim Charlotte
    Pfeffer